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Wassereinlagerungen - Was und ob ich etwas dagegen tun konnte in meiner Schwangerschaft.

Eine Blogreihe von Corinna Hansen-Krewer

Meine Bein-Schwellungen haben am Ende meiner Schwangerschaft ihren Höhepunkt erreicht. Aus den vorangegangenen Schwangerschaften wusste ich, dass es am Ende immer viel wird, mit dem Wasser. Anscheinend drückte das Gewicht des Bauches immer so derart runter, dass dies zu einem Lymphstau unterhalb des Bauches führte, denn kein Lymphdrainage-Termin nutzte mehr etwas…

In diesem Fall kam es allerdings noch schlimmer. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es die 3. vollendete Schwangerschaft war oder einfach die Tatsache, dass ich im 10. Monat fast 100 Kilo mit mir rumzuschleppen hatte – es passten keine Schuhe mehr, weil sich das Wasser sogar mittlerweile in den Zehen breitmachte und sogar die weiten XXL-Leggings schnitten in den Beinen derart ein, dass ich tiefe Abdruck-Spuren hatte, die sich kaum mehr zurück bildeten. Ich bin jemand, der gerne eigene Entscheidungen trifft und der selbstständiges Handeln bevorzugt – am Ende vor der Geburt war es allerdings tatsächlich soweit, dass mich mein Mann nicht nur rumkutschieren musste, weil ich selbst nicht mehr fahren konnte, sondern er mir, aufgrund meiner Fülle, meine Kompressionsstrümpfe anziehen musste. Er kämpfte und schnaufte fast so schlimm, wie ich.

Die ganzen Tipps der Hebamme, mehr Salz zu mir zu nehmen, mehr zu trinken... nichts nutzte mehr etwas. Akkupunktur schien das Ganze minimal zu erleichtern, aber auch nur kurzzeitig. Je mehr es zur Geburt hin ging, desto dicker und aufgeschwemmter wurden meine Beine. Psychisch war das Alles ziemlich belastend für mich, ich dachte viel darüber nach, wie ich von diesem ganzen Gewicht noch einmal runter kommen könnte. Ich vermied es, mich im Spiegel anzusehen, denn eine Antwort auf meine Fragen konnte mir ja niemand geben. Freundinnen versuchten mich zu trösten und sagten: „Aber du bist doch schwanger und wenn das Baby da ist, dann geht das Gewicht ja auch schnell wieder runter..“ – Nun, es hieß abwarten.

Inzwischen ist unser Baby gesund und munter da und hält uns ziemlich auf Trapp, wofür wir sehr dankbar sind. In kürzester Zeit waren 15 Kilo weg, allerdings haben meine Beine immer noch mit den Einlagerungen zu kämpfen. Was nämlich niemand bedacht hatte – die Hormonelle Veränderung durch die Schwangerschaft ließ nach, die Hormone durchs Stillen bleiben allerdings erst einmal noch. Auf jeden Fall versuche ich jeden Tag aufs Neue, mich dahingehend nicht verrückt zu machen, denn es ist wichtig, seinem Körper die Zeit zu geben, die er braucht – alles andere wäre eine zusätzliche Belastung, worauf ich einfach keine Lust habe.

Genauso geht es mir mit meiner Ernährung: Zu gerne würde ich von meinem aktuellen Gewicht runterkommen. Dies würde sich natürlich auch positiv auf mein Gewebe auswirken. Jedoch möchte ich noch einige Wochen stillen und momentan habe ich meine Ernährung und meine Gelüste genauso wenig im Griff, wie in der Schwangerschaft. Deswegen akzeptiere ich die momentane Situation und gebe mir die Zeit, die ich brauche. Ich möchte, dass es mir gut geht und je weniger Druck und Ballast auf mir lastet, desto besser geht es mir...

 

Eure Corinna

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