Bettina Schröder - Warum mir Rehasport gut tut!

Mein Name ist: Bettina Schröder, ich bin 49 Jahre alt. 

Erkrankung: 2013 Brustkrebs, seit Dezember 2013 Lymphödem rechter Arm, rechte Hand, Thoraxwand und leichtes Lymphödem beide Beine und Gesicht.

Im Juli 2013 wurde bei mir ein hormonabhängiger Brustkrebs diagnostiziert . Meine Krebserkrankung war schon ein  ziemlicher Schock für mich. Ein halbes Jahr später bekam ich plötzlich eine Schwellung des rechten Armes, der Hand und beider Beine.

Nach und nach wurde dann aus meinem Armlymphödem ein Ödem vom Gesicht bis zu den Füßen und dadurch dass ich nur eine Niere habe (von Geburt an), ist der Körper völlig überlastest mit dem Ödem.

 

Jeden Freitag fahre ich nach meiner Lymphdrainage zum Rehasport, da es mir in meiner Reha 2014 gut gefallen hat, habe ich beschlossen mir eine Rehasportgruppe zu suchen. Vor meiner Krebserkrankung war ich ein absoluter Sportmuffel. Rehasportgruppen findet man über die Behindertensportverbände des jeweiligen Bundeslandes. Ein halbes Jahr bekommt man den Rehasport als Nachsorge über die Rentenversicherung verordnet. Danach kann man sich für 1 ½ Jahre den Rehasport vom Hausarzt oder Orthopäden verordnen lassen (muss von der Krankenkasse genehmigt werden).

Ich mache meinen Rehasport in der Physiotherapiepraxis für Therapie & Training in Uelzen. Wir sind eine buntgemischte Gruppe von jüngeren und älteren mit unterschiedlichen Erkrankungen. Unsere 45-minütige Übungszeit beginnt unter fachkundiger Anleitung einer Physiotherapeutin mit der Aufwärmphase, die unter anderem aus Laufen auf der Stelle und Lockerungsübungen für den gesamten Körper besteht (gleichzeitig gute Entstauungsgymnastik für mich). Anschließend wählt die Therapeutin ein Übungsgerät aus, z.B. den Gymnastikball. Mit dem Ball werden dann Übungen für Arme, Rücken und Beine gemacht. Jeder macht die Übungen in seinem Tempo und macht Pausen, wenn er sie braucht. Fehler bei den Übungen werden sofort durch die Therapeutin korrigiert.

Zum Schluss gibt es dann noch einige Dehnungsübungen für Arme und Beine. Der Rehasport macht mir Spaß, weil ich nicht gerne alleine Sport mache, außerdem finde ich es gut, dass der Rehasport unter fachkundiger physiotherapeutischer Anleitung stattfindet.  

 

1. Foto: Ich stehe auf der Matte und kreise meine  Arme waagerecht vorwärts und rückwärts umeinander. Diese Übung dient zum Aufwärmen der Schulter- und Armmuskulatur.


2. Foto: Ich liege auf dem Rücken, die Beine habe ich angestellt. Meine Arme sind senkrecht mit dem Gymnastikball zwischen den Händen nach oben gestreckt. Ich ziehe die Arme Richtung Brust und strecke sie dann wieder nach oben Richtung Decke. Diese Übung wird ca. 30x wiederholt.

 

 

Eure Bettina