7 Tipps für die Steigerung deines Wohlbefindens – speziell auch bei kälteren Jahreszeiten

Warst Du als Kind schon ein wenig anders - etwas moppelig? Hast Du in der Pubertät dann immer mehr zugenommen? Nach der Schwangerschaft wurde es dann noch mehr? Durch den Verlust eines Freundes hast Du dich mit Süßigkeiten und Fastfood betäubt? Warst Du immer sportlich und trotzdem immer etwas „mehr“? Sport war nie deine Leidenschaft und Dein gefühlter Stresspegel immer hoch? 

Jeder hat eine andere Geschichte und bei jedem kommen verschiedene Faktoren zusammen, warum zu der eigentlichen Diagnose „Lipödem“ oder „Lymphödem“ das ein oder andere Kilo hinzugekommen ist. Der Weg kann aber auch andersherum verlaufen, Dein Ödem kann auch durch Übergewicht entstanden sein. Dann wird von einem Adipositas assoziiertem Ödem gesprochen. 

Was war nun zuerst, das Huhn oder das Ei? Grundsätzlich gilt, Übergewicht tut Deinem Ödem nicht gut. Also schaue wo Du ansetzen kannst, damit es Deinem Körper, Deinem Geist und Deiner Seele gut geht. 

Gerade jetzt in den kälteren Jahreszeiten kommt noch das ein oder andere Fettpölsterchen hinzu. Im Winter bewegst Du Dich weniger und ziehst das Sofa dem Sportprogramm vor? Die ein oder andere Weihnachtsfeier mit deftigem Essen steht an? Regelmäßige Besuche auf dem Weihnachtsmarkt mit fettigem und süßen Schlemmereien kommen hinzu? Ist Dein Stresspegel deutlich angestiegen – gefühlt müssen noch 1000 Projekte privat und beruflich bis zum Jahresende erledigt werden? Ja, auch negativ empfundener Stress kann zu Übergewicht führen. Also achte auf Dich – das ganze Jahr und dann ganz besonders, wenn Du merkst, dass verschiedene Faktoren zusammenkommen, die Dir nicht gut tun.

Lifestyle

Tipp 1 - Positive Bilder

Hast Du wieder genug Ausreden, warum Du jetzt doch nicht zum Sport gehen möchtest? „Jetzt gerade im Winter ist es schon so früh dunkel oder zu kalt!“ „Der Stress beim Job hat mich müde gemacht – ich muss aufs Sofa!“ Versuche diese Gedanken umzuwandeln. 

Positive Gedanken steigern die Motivation. Ziele wie Gewichtsreduzierung oder Steigerung der Fitness sind zu allgemein formuliert und einfach nicht greifbar für den Moment. Visualisiere Dir Bilder vor Deinem inneren Auge. 

Beispiele: Male Dir aus wie Du Dich nach dem Sport fühlst, Du spürst Deine Glücksgefühle im Körper und bist stolz auf Dich und Deine Leistung. Du gönnst Dir nach dem Sport eine etwas längere Dusche.  Wie fühlt die sich an. Deine Kopf- und Nackenschmerzen vom Tag sind verschwunden. Ein Gefühl von Freiheit und Entspannung macht sich breit. Nach der Dusche kannst Du entspannt einschlafen. 

Je mehr Du Dich in diese Situationen einfühlst, desto schneller ziehst Du die Sportschuhe neben dem Sofa wirklich an. Versuche Dir vorzustellen wie es für die einzelnen Sinne in dieser Situation wäre. VISUALISIERE BILDER!

Tipp 2 - Weniger ist manchmal Mehr

Fange langsam an und steigere dann langsam Dein Training. Es ist schön, wenn Du eine Sportart gefunden hast, die Dir sehr gut gefällt. Leider ist es häufig so, dass die Euphorie zu Anfang sehr groß ist und dann relativ schnell nachlässt – besonders dann, wenn übertrieben wird. Nicht umsonst sind die Fitnessstudios am Anfang des Jahres immer voll. Spätestens zum Endes März sind die Kursräume wieder normal besucht. 

Fange mit niedrigschwelligen Übungen an. Das bedeutet, mache Übungen, die einfach umzusetzen sind, gut in den Alltag integriert werden können und nicht zu lange dauern. Mache diese Übung regelmäßig. 

Überlege welche Zeiten für Dich realistisch sind, wenn Du Dich für einen Kurs oder eine Sportart entschieden hast. Routinen sind wichtig, um kontinuierlich dabei zu bleiben. BLEIB AM BALL!

Tipp 3 - Setze Dir Anker

Wenn Du einen besonders schönen Moment für Dich erlebst. Einen Augenblick, den Du in Erinnerung behalten möchtest, weil Du positive Gefühle empfindest. Dann setze dir genau dann einen Anker. Beispiel: Es ist der letzte Urlaubstag und Du bist im Süden. Die Sonne scheint auf Deine Haut und Du badest im angenehm temperierten Meer. Du fühlst Dich einfach nur glücklich und zufrieden. Sei Dir genau in diesem Moment bewusst um Deine Empfindungen. Sei achtsam. Dann führst Du Deinen Zeigefinder und Daumen zusammen und gibst einen leichten Druck. Diese Anker-Punkte hältst Du eine Weile gedrückt – so lange bis Du das Gefühl hast, dass Du gut in dem Gefühl bist. 

Hol dir dieses Gefühl im Alltag zurück, indem Du wieder die Anker-Punkte drückst. Bringe Dich dadurch zurück in das Gefühl vom Urlaub. Das kannst Du jeder Zeit und gerade dann einsetzen, wenn Du den Anker besonders brauchst. Bsp.: Du merkst, dass Du gerade Heißhunger auf etwas hast, weil es Dir gerade nicht so gut geht. ANKER BEWIRKEN WUNDER! 

Sport draußen

Tipp 4 - Hole Dir Unterstützung beim Training

Du bist nicht alleine. Wenn Du Dich alleine fühlst, schaue Dich in deinem Ort um, frage Freunde und Verwandte oder recherchiere im Internet. Hinterfrage, was Du möchtest und wie Du Dir ein Training vorstellst. Wenn Du Dir unsicher bist, was für Dich das Beste ist, informiere Dich. Hier auf LymphCare gibt es unterschiedliche Ideen zum Thema Bewegung, Du kannst Dich auch mit Betroffenen oder Experten über das Forum austauschen. 

Es gibt außerdem Selbsthilfegruppen für Lip- und Lymphpatienten. Hier werden Fragen beantwortet, ein aktiver Austausch gewährleistet und die unterschiedlichsten Aktivtäten ausgeübt. Verabredungen zum Sport sagt man ungern ab, deshalb ist dies auch eine zusätzliche Motivationsspritze. FINDE DEINE COMMUNITY!

Tipp 5 - Sei achtsam mit Dir

Beobachte Dich und nehme Dich wahr. Wie reagierst Du in bestimmten Situationen? Was entspannt Dich? Was stresst Dich? Nur wenn Du achtsam bist, hast Du den Hebel in der Hand, um diesen aktiv zu steuern. Du hast Kontrolle. Stresssituationen lassen sich nicht vermeiden – aber Du kannst durch die Achtsamkeit besser damit umgehen.

Eine schöne Achtsamkeitsübung: Bringe Dich bequem in eine Position (Sitz auf dem Stuhl, Schneidersitz, Rückenlage, etc.), stelle Dir einen Wecker auf eine Minute, mache die Augen zu und atme einfach. Lass Gefühle und Gedanken kommen und wieder gehen. Bewerte keinen Gedanken, nimm sie einfach nur wahr. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du schnell in das Bewerten kommst, konzentriere Dich einfach auf Deine Atmung. Versuche zunächst eine Minute pro Tag für Deine Achtsamkeitspraxis zu nehmen. SEI 1 MINUTE ACHTSAM!

Tipp 6 - Überlege Dir Alternativen

Die Weihnachtszeit liegt vor uns. Auf den Weihnachtsmärkten gibt es jede Menge Leckereien, die es in sich haben.  Glühwein, Schmalzkuchen, gebrannten Mandeln, Bratwurst und Co. haben sehr viele Kalorien. Heiße Maronen sind z.B. eine deutlich gesündere Nascherei. Natürlich kann man während der Weihnachtszeit auch mal schlemmen. Aber auch hier geht es um das Thema Achtsamkeit. Genieße in Maße und schwenke nicht ins Maßlose. Wenn Du weißt, dass du am Abend zum Weihnachtsmarkt gehst, kannst Du vielleicht noch einmal bewusster auf ein gesundes und nicht zu reichhaltiges Essen am Tag legen. Auch zuhause müssen nicht immer Stollen, Nougat-Schokolade und andere Süßigkeiten vorrätig sein. Gesunde Alternativen sind Clementinen und Orangen, Nüsse, Trockenfrüchte und dunkle Schokolade. ISS BEWUSST MIT GENUSS!

Überlege Dir auch Alternativen beim Sport während der kälteren Jahreszeiten. Beispiel: Wäre für Dich das Hallenbad eine Alternative, wenn das Freibad geschlossen ist?  Schau, was Dir ansonsten zusagt. Die meisten Fitnessstudios und Vereine bieten Probestunden an. Vielleicht entdeckst Du auch eine neue Sportart, die Dir besonders gefällt. Übrigens ist es wichtig auch im Winter sich draußen zu bewegen. Beim Waldspaziergang reicherst Du besonders gut Dein Blut mit Sauerstoff an, stärkst Dein Immunsystem und erhascht noch den ein oder anderen Sonnenstrahl für Deinen Vitamin D-Spiegel. BLEIB IN BEWEGUNG!

Tipp 7 - Warte nicht auf die Motivation

Fang jetzt an, genau jetzt, wenn Du diesen Text liest. Nicht morgen und nicht im Neuen Jahr. Wir haben oft die Neigung Dinge zu verschieben. „Ich muss erstmal neue Sportkleidung kaufen, dann kann ich anfangen.“ „Nächsten Montag fange ich an.“ Vorwände wie diese führen nur zum Verschieben. Es reichen schon kleine Übungseinheiten, damit Dein Körper, Dein Geist und Deine Seele genährt werden und Du Dich gut fühlst. Viell. ist hier direkt eine Übungseinheit für Dich dabei. Die Übung für die Mobilisation des Schultergelenks und -gürtels kannst Du kannst im Sitzen oder Stehen durchführen. STARTE JETZT!

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und Umsetzen!