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Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg!

Hallo ihr Lieben,

ich freue mich sehr, dass das Thema Lipödem seit einiger Zeit in den Medien so viel Anklang findet. Dass man hinschaut, anstatt wegzusehen. Dass immer mehr Frauen von Seiten der Ärzte ernst genommen werden, anstatt belächelt. Aber leider werden viele Frauen auch immer noch total verunsichert, die Medien scheinen sich teilweise drauf zu stürzen und es erscheinen krass klingende Schlagzeilen: „Lipödem – Was jetzt?“ „Lipödem – Wie soll es jetzt weitergehen?“ „Lipödem – Schlimme Diagnose!“

In diesem Blog möchte ich MUT machen! Ihr lieben Mädels da draußen:
Es ist nicht das Ende aller Tage, wenn ihr eure Diagnose erhaltet. Die Welt geht definitiv nicht unter. Die Medien müssen aufbauschen und übertreiben, um andere Medien zu überbieten in ihren Schlagzeilen. Lasst euch dadurch nicht verunsichern oder von eurem Ziel abbringen!

 

 



Ihr habt noch kein Ziel? Dann aber schnell los!

Da mein Baby nun schon einige Monate auf der Welt ist und ich immer noch, für meine Verhältnisse, viel zu viele Schwangerschaftskilos rumschleppe, habe ich mir nun vorgenommen, etwas zu ändern. Mein Gewicht beträgt 86 Kilo bei 157cm, ihr wollt nicht wissen, was ich bei der Geburt meiner Tochter auf die Waage gebracht hatte :-D


Weil ich aber in den Genuss gekommen bin, so schwer tragen zu müssen, habe ich eins für mich erkannt: NIE WIEDER! Ich werde es nie wieder zulassen, so viel Gewicht rumschleppen zu müssen. Nicht nur, weil ich mich nicht mehr attraktiv fand, sondern auch ganz einfach, weil es mir zu schwer war für meinen Körper. Ich habe keine genaue Vorstellung, auf welches Gewicht ich runter möchte, aber 15 Kilo sollten schon weg.

Dazu gehört dann unter anderem das Ausmisten von Süßigkeiten an erster Stelle, was mir UNGEHEUER schwer fällt. Als nächstes kommt mein Essensplan wieder an den Kühlschrank, damit ich immer in der jeweiligen Situation neu entscheiden muss, was und wieviel ich jetzt tatsächlich essen werde. Zudem hänge ich meinen Trinkplan auf, d.h. ich hake ab, wieviel Gläser Wasser ich pro Tag geschafft habe.

Da ich momentan jede Nacht mehrfach aufstehen muss und dementsprechend tagsüber auch geschlaucht und müde bin, bin ich erst recht stolz, sagen zu können, dass ich es in dieser Woche schon 2x ins Schwimmbad zum Bahnen schwimmen geschafft habe.Morgens ist nie so viel los und das Gefühl, was ich danach habe, dass ich etwas für mich geleistet und geschafft habe, das hält den ganzen Tag und trägt mich.

 

 

Es ist wichtig, mit kleinen Zielen anzufangen. Niemand kontrolliert euch, außer ihr selbst. Wichtig ist, ehrlich zu euch zu sein, euch zu loben, stolz auf euch zu sein, wenn ihr am Anfang auch mal nur 200m geschafft habt (mit der Zeit könnt ihr euch ja steigern) und natürlich wenn es mal weniger gut läuft, sich einzugestehen, dass es mal nicht hingehauen hat, was auch gar nicht schlimm ist. Denn auch wenn man fällt, heißt es ja nicht, dass man liegen bleiben muss.

Ich hoffe, dass die Lipödem-Community auch weiterhin versucht, füreinander da zu sein und sich zu unterstützen. Dass man ein offenes Ohr füreinander hat und sich pushed und mit Rat zur Seite steht.

 #gemeinsamstatteinsam #gemeinsamsindwirstark #aufstehenstattliegenbleiben

Dadurch, dass ich mich momentan sehr für Sternen- und Regenbogeneltern einsetze, hat sich meine Zeit, die ich für das Lipödem und die Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet hatte, ein wenig verringert. Aber ich werde niemals aufgeben, für Gerechtigkeit zu kämpfen, wenn mediale Anfragen kommen, bin ich gerne bereit, auch weiterhin alles zu beantworten und mich zur Verfügung zu stellen. Und vielleicht wird es irgendwann genug Unterstützung geben, dass jede Frau die Unterstützung erhält, die sie sich erhofft, wünscht und die sie für sich braucht. Und bis dahin stehen wir das gemeinsam durch, ohne uns zu verstecken und uns klein kriegen zu lassen.


Eure Corinna

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