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Maren Hoffmann

Gute Nacht Lipödem 

Maren Hoffmann - Sanifee & Lipödem-Patientin

Hallo liebe Kompressionistinnen,

heute möchte ich euch gerne über meine persönlichen Erfahrungen zum Thema schlafen mit einem Lipödem berichten.

Ich heiße Maren und bin 32 Jahre alt. Ich habe mich seit meiner Pubertät gefragt warum ich immer an den Beinen zunehme. Selbst Sport und Diät haben nicht geholfen. Irgendwann habe ich es aufgegeben und es wurde schlimmer. Meine Lust an Bewegung verging, da es mir immer so schwer gefallen ist. Mein Glück war, dass ich vor ca. 3 Jahren angefangen habe in einem Sanitätshaus zu arbeiten. Eine liebe Arbeitskollegin erkannte es, schickte mich zu der richtigen Ärztin und meine konservative Behandlung begann. Mittlerweile leide ich an Armen und Beinen am Lipödem Stadium ll. Ich habe viel über die Erkrankung gelernt und mich damit auseinandergesetzt. Ich möchte anderen Frauen helfen, aufklären und Ihnen zeigen das sie nicht allein sind.

Die meisten Frauen schminken sich abends ab, ziehen den Pyjama an und kuscheln sich ins Bett. Bei uns sieht die Abendroutine leider etwas anders aus.

Seitenschläferkissen

Bei mir beginnt diese mit der Vorbereitung für den nächsten Tag. Ich wasche meine Kompressionsversorgung zum Beispiel mit WashCare von Jobst und hänge diese natürlich zum Trocknen auf die Leine, um gut in den  nächsten Tag starten zu können.

Dann baue ich mir den Lymphomaten auf und lege mich mindestens eine halbe Stunde hinein, je nachdem wieviel Zeit ich habe. Dadurch werden meine Beine meist zumindest etwas lockerer und fühlen sich etwas leichter an. Mit einer Netflix Serie dabei vergeht die Zeit aber wie im Flug.

Da meine Beine und Arme durch die Flachstrickstrümpfe schnell austrocknen, geht es an die Hautpflege. Ich creme mich gerne mit den Produkten von Jobst SkinPro ein, die sind schön aufzutragen und ziehen bei mir prima ein. 

Endlich geschafft, ab ins Bett. Denkt man sich zumindest, aber der schwierigste Teil besteht mir noch vor.

Ich bin eigentlich ein Seitenschläfer, nur leider kann ich nachts keinerlei Druck mehr auf Armen und Beinen durch die Schmerzen ertragen. Ich liege also alle viere von mir gestreckt im Bett und raube meinem Partner seinen Platz. Es dauert keine zehn Minuten da drehe ich mich hin und her, da gerade auf dem Rücken liegen auch gar nicht mein Fall ist. Ihr kennt das bestimmt auch, wenn ihr nach einem anstrengendem Tag in der Nacht nicht wisst, wohin mit euren Armen und Beinen, weil ihr so starke Druckschmerzen habt.

In heißen Nächten bin ich oft aufgestanden und habe Arme und Beine kühl abgeduscht. Da jetzt der Herbst vor der Tür steht brauchte ich eine andere Lösung. Ich habe mir im Sanitätshaus ein Seitenschläferkissen gekauft. Dadurch kann ich meine Beine und Arme so lagern, das kein Druck entsteht und diese nicht einschlafen. Ich bin damit total happy und kann es euch nur empfehlen. 

Ich wünsche schöne Träume.

Liebe Grüße,

Eure Maren