Paul Lösche Rehaaufenthalt

Teil 3: Pauls Reha Aufenthalt - Fazit

Nun bin ich schon seit zwölf Tagen wieder zu Hause und fühle mich gut und sicher im Umgang mit meinem Lymphödem. Es fällt mir leichter meinen Arm selber zu bandagieren. Mittlerweile geht es immer schneller und die Bandagierung fühlt sich gut an. Ich trage sie meistens tagsüber um die Bewegung in der Bandage zu nutzen. Für diesen kleinen Tipp bin ich meinem Therapeuten echt dankbar, denn mal ehrlich, wer schläft denn schon gerne mit einer Bandage!?

Aber irgendwie muss ich auch zugeben, dass mir das tägliche Bandagieren fehlt. Klingt komisch ist aber so. ;)

Es gab mir irgendwie so ein innerliches Wohlbefinden, ein Gefühl der Sicherheit, dass sich mein Lymphödem nicht verschlechtern konnte. 

Als ich zu Hause angekommen war fiel mir eins sehr schnell auf: um den Istzustand zu halten muss ich selber aktiv werden. Das war ungewohnt, denn in der Klinik wurde ich sehr viel unterstützt. Da ich kurz vor Weihnachten entlassen wurde, bekam ich den nächsten Termin zur Lymphdrainage erst im Januar. Wie sagt man so schön: nun stand ich allein auf weiter Flur. Da ich nicht arbeiten musste, konnte ich mich ganz auf die Familie und mein Lymphödem konzentrieren. Wenn ich darüber so nachdenke, bin ich froh und dankbar, dass es bei mir so ist. Viele haben es in dieser Hinsicht vielleicht nicht so einfach!

Nun bandagierte ich meinen Arm aller zwei Tage und an den anderen Tagen trug ich die Kompressionsbekleidung, die mir in der Klinik angemessen wurde. In der Klinik fiel mir auf, dass einige meiner Mitpatienten nicht so zufrieden waren mit der vor Ort angemessen Kompressionsbekleidung. Ich weiß nicht woran das liegt. Bei mir passt sie super. Vielleicht liegt es am Verständnis dafür. Diese Bekleidung ist nicht dafür da, euch zu verunstalten oder unattraktiv zu machen. Die Bekleidung soll euch und mir helfen. Inzwischen gibt es so viele schöne Farben und Muster, dass es mir manchmal gar nicht auffällt wenn jemand Kompressionsbekleidung trägt. 

Paul Lösche

Am zweiten Tag im neuen Jahr nahm ich wieder Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung auf und mir wurde sehr freundlich der Eingang meines Antrags und dessen Bearbeitung bestätigt. 

Am darauffolgenden Tag hatte ich eine Zusammenkunft mit meinem Chef. Das Gespräch dauerte etwa eine Stunde und fühlte sich von Minute zu Minute besser an. Wir besprachen den weiteren Werdegang und ich bin echt dankbar, einen so verständnisvollen Chef zu haben! 

Dann kam endlich der erste Termin bei meiner Therapeutin. Ich erzählte ihr von meinen Erfahrungen und dass mein  Arm bei der Therapie etwas mehr Druck benötigt damit das Gewebe nicht so verhärtet. Nach der Lymphdrainage bandagiert sie mir meinen Arm. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch so ist, aber bei mir wird immer nach der Lymphdrainage eine Bandage angelegt.

Seit der Entlassung kreisen meine Gedanken oft um meine berufliche Zukunft. Bin mir noch nicht sicher, was ich machen möchte. Ich habe zwar 2 Favoriten, aber ob die Rentenversicherung da mitmacht, weiß ich nicht. Gelegentlich macht mich das schon etwas verrückt, weil ich ja einfach nicht weiß, wie es in Zukunft weitergeht. Aber ich denke: genau das ist der Fehler! Man darf sich nicht verrückt machen und man muss die Dinge so nehmen wie sie kommen. 

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit meiner Reha in der Klinik und freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Aufenthalt in der Klinik. Ich fühle mich jetzt viel besser und sicherer als  vor der Reha und was meine Zukunft angeht..!? 

Ich würde sagen: wir werden sehen. ;) 

Liebe Grüße 

Paul

 

Teil 1 und Teil 2 von Pauls Reha Aufenthalt findet Ihr jeweils hier. 

Paul

Bei Paul wurde die Diagnose schwarzer Hautkrebs gestellt. Nachdem die Lymphknoten entfernt wurden, hat sich das Lymphödem im Arm entwickelt. Wie er seinen Arbeitsalltag als Anlagenmechaniker meistert, kannst Du Dir in seiner Geschichte anschauen.

Paul hat ein sekundäres Lymphödem im linken Arm. Die Diagnose wurde vor 3 Jahren gestellt.

Teil 1: Vorbereitung für den Reha Aufenthalt

Ihr kommt an einen schönen Ort, wo sich jemand nur mit euch und eurer Krankheit beschäftigt.

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Teil 2: Was hat Paul während seines Reha Aufenthaltes alles erlebt?

Paul schildert Euch seine Eindrücke.

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