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Ich bin glücklich trotz Lymphödem

Pierre ist Produktmanager, glücklich verheiratet, Vater von zwei Töchtern und leitet nebenberuflich eine Kampfkunstschule. Sein primäres Beinlymphödem wurde in frühester Kindheit diagnostiziert. Wir stellen Euch einen aktiven, motivierenden Menschen vor, der mitten im Leben steht und dieses in vollen Zügen genießt.

Schön, dass Du Zeit hast. Wie läuft's bei Dir?

Pierre: Sehr gut! Insbesondere seit meinem letzten Reha-Aufenthalt in der Földi Klinik/Hinterzarten habe ich mein Lymphödem noch besser im Griff und konnte das Ödemvolumen angenehm reduzieren.

 

Du bist Sportler. Wie sehr hat Dich Deine Erkrankung beeinflusst?

Pierre: Ich habe mich nie einschränken lassen. Weder als Kind beim Fußball oder Schulsport, noch als Jugendlicher, als ich meine Passion für die Kampfkunst (Keysi Fighting Method) entdeckt habe. Ich konnte nicht nur mithalten, ich habe auch sehr gute Leistungen erzielt.


Hat Dir der Sport geholfen?

Pierre: Sport ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Sich bewegen, aktiv sein, Muskelaufbau betreiben - all' das hat mir immer geholfen, gut mit meiner Krankheit zu leben. In Kombination mit meiner Kompressionsversorgung habe ich so immer eine gute Lymphzirkulation erreicht. Klar, ein gewisses Maß an Selbstdisziplin ist wichtig, doch wer kennt das nicht? Trotzdem erlaube ich es mir auch, mich mal fallen zu lassen und nicht kontinuierlich auf mein Gewicht zu achten. Die gesunde Mischung aus Sport und Genuss macht es!

 

Empfindest Du die Kompression als angenehm?

Pierre: Ja und nein. Ohne Kompression ist es natürlich bequemer, aber mein Leben würde nicht so angenehm verlaufen. Ich brauche die Kompression, und sie gehört zu meinem Alltag. Sobald ich aufstehe ziehe ich sie an und trage sie bei allem, was ich tue.

 

Männer und Kompression. Schwieriges Thema, oder?

Pierre: Für mich nicht. Kompression gehört zu meinem Style. Ich trage sie auch zu kurzen Hosen. Klar ist der schwarze Strumpf auffällig, und die Leute schauen auf mein Bein. Mich stört es nicht, ich nutze eher die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Ich glaube, dass ich ohne Kompression nicht so viele Leute kennengelernt hätte.

 

Was rätst Du anderen Betroffenen?

Pierre: Sich nicht einschränken zu lassen! Es ist so vieles möglich! Wichtig ist, seinen eigenen Weg zu finden. Meine persönliche Empfehlung ist viel Bewegung. Wer sich bewegt, ist einfach besser drauf, und mit einer positiven Einstellung läuft vieles von alleine.

 

Was wünschst Du Dir für Deine Zukunft?

Pierre: Einen bahnbrechenden Durchbruch in der Medizin und damit die vollständige Heilung aller Lymphödempatienten. Bis dahin bin ich glücklich, wenn alles so bleibt wie es ist!

 

Das wünschen wir Dir auch von Herzen. Vielen Dank für das Gespräch!

 

Pierre & JOBST Team

 

 

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