Helau, Kamelle und Alaaf…! 

Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür. Vom 11. November bis zum Aschermittwoch im Februar dauert die so genannte "fünfte Jahreszeit". Ob Karneval, Fastnacht, Fastelovend oder Fasching. Wir alle verstehen unter diesen Begriffen das Gleiche:

Straßenumzüge, Bunte Kostüme, Masken und ausgelassenes Feiern.

Doch wieso feiern wir überhaupt Karneval?

Schon unsere Vorfahren trugen Masken und Tierfelle, um die bösen Geister zu vertreiben und die guten Geister zu erwecken, damit sie den Frühling bringen. 

Der Ursprung vom Karneval war früher ein christliches Fest und beschreibt die Fastnacht, die Nacht vor dem Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch. Für gläubige Christen ist der Karneval bis heute das Symbol für den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit vor dem Osterfest.

 

11 jecke Fakten zum Karneval

 

Nr. 1 Warum Weiberfastnacht?

Bekannt auch unter den Namen “Altweibernacht”, Wieverfastelovend (Köln), Fettdonnerstag (Aachen) oder Schwerdonnerstag (Koblenz)

In dieser Nacht übernehmen die Frauen die Regierung in der Stadt. Es ist eine Tradition, dass die Frauen symbolisch das Rathaus einstürmen und die Macht übernehmen. 

Nr. 2 Warum der 11.11. ?

Der Beginn der Karnevalszeit wurde nicht willkürlich auf den 11.11. gelegt. Bereits nach der Entstehung der regelmäßigen Feierei im Jahre 354 bestand eine vorbereitende 40-tägige Fastenzeit. Diese Vorbereitung begann offiziell am Martinstag, dem 11.11.

Nr. 3 Die unterschiedlichen Karnevalsrufe

In verschiedenen Regionen Deutschlands unterscheiden sich auch die berühmten Karnevalsrufe.

Während man im Rheinland meist „Alaaf“ ruft, hört man im Ruhrgebiet und südlich von Mainz und Würzburg „Helau“.

In Süddeutschland auf Maskenumzügen bekommt man auf den Ruf „Narri“ die Antwort „Narro“ zu hören!

Nr. 4 In München werden Geldbeutel gewaschen

Da am Aschermittwoch die Geldbeutel leer sind, werden sie in München im Fischbrunnen gewaschen, damit sie sich schnell wieder füllen. Auch der Bürgermeister wäscht dort das Stadtsäckl.

Madita Karneval

Nr. 5 Karneval international

Noch bunter als in Deutschland feiert man den Karneval in Rio. Am Freitag vor Aschermittwoch startet das mediale Event, das dort von dem örtlichen Tourismusbüro organisiert wird und wohl die Hauptattraktion der Stadt darstellt. Auf prachtvoll verzierten Paradewagen präsentieren Sambaschulen des ganzen Landes ihr Können.

Eleganter präsentiert sich der Karneval in Venedig. Wie andernorts auch beruhen die Festlichkeiten dort auf jahrhundertelanger Tradition. An den zehn Tagen vor Aschermittwoch überflutet ein Meer aus Masken und Kostümen die Lagunenstadt. Künstlerische und artistische Darbietungen erfreuen Anwohner wie Touristen gleichermaßen.

Nr 6. Warum schneiden die Frauen den Männern die Krawatten ab?

Es ist eine alte Tradition, um noch mal zu zeigen, wer die Macht hat. Auf den Straßen schneiden die Frauen den Männern die Krawatten ab. Viele Männer laufen dann nur mit einem Krawattenstumpf (nur einem Teil der Krawatte) rum. Dafür bekommen sie ein Betzechen (Küsschen) von den Frauen.

Nr. 7 Im Mittelpunkt des Geschehens

Den Karneval in seiner Hochform erlebst du in den Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz. Im Jahre 2015 wurden allein in Köln rund 1,5 Millionen Zuschauer beim Rosenmontagszug geschätzt. Traditionell verteilt sich die größte Menge der Jecken auf den Straßenkarneval in der Altstadt. Aber auch das vom WDR ausgestrahlte Bühnenprogramm auf dem Heumarkt lockt die feierlustigen Karnevalisten in Scharen an.

Nr. 8 Kleider machen Leute

Grundsätzlich gilt beim Karnevalsoutfit: Je kreativer, desto besser. Aber auch das Funkenmariechen ist jedes Jahr wieder gern gesehen. Zu den Top Kostümen 2017 zählen das Huckepackkostüm, das Reh und die schwarze Katze und Star Wars Charaktere.

Nr. 9 Kostümpflege

So manches Karnevalskostüm bekommt beim lustigen Treiben ordentlich was ab. Damit du trotzdem lange Freude an deinem Outfit hast, gilt generelles Waschmaschinenverbot. Stattdessen selber Hand anlegen und das Kostüm im lauwarmen Badewannenwasser zusammen mit etwas Waschpulver einweichen lassen. Anschließend ausspülen und trocknen – fertig!

Nr. 10 "Viiiiivaaa Coloonia"

Mit „Viva Colonia“ landete die Band „De Höhner“ im Jahre 2003 den absoluten Karnevalskracher. Die Hymne der Jecken, die noch heute auf keinem Karneval fehlen darf, kletterte bis auf Position 20 der deutschen Hitparade und hielt sich dort ganze 53 Wochen. 150.000 verkaufte Platten garantierten der Kölner Musikgruppe Kultstatus.

Nr. 11 Die Fastenzeit dauert länger als 40 Tage

Die 40tägige Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, dauert in Wahrheit länger. Auf der Synode von Benevent wurden die Sonntage ausgenommen, so dass der Karneval offiziell 46 Tage vor dem Ostersonntag endet.

Ruhrpottfräulein Karneval

Helau und Alaaf,

Dein LymphCare Team