Entstauungsgymnastik von Christine Raab

 

Ich habe selbst seit 2015 ein Lympödem am rechten Arm, in Folge meiner Brustkrebserkrankung und der damit verbundenen Operation im Achselbereich. Am Anfang war das für mich eine ziemlich blöde Sache. Einige Wochen wurde mein Arm von der Physiotherapeutin gewickelt um eine gute Ausgangslage zu schaffen für Kompressionsstrumpf.

Seit ich diesen trage geht es mir eigentlich gut damit. Ich gehe zwei Mal in der Woche zur Lymphdrainage und sehe diese Zeit auch als kleine Auszeit für mich selbst. Ansonsten versuche ich meinen Alltag trotz Lymphödem ganz normal zu gestalten, das heißt dank des Kompressionsstrumpfes bin ich auch fast gar nicht eingeschränkt. Lediglich Taschen trage ich inzwischen auf der anderen Seite oder nutze einen Rucksack, bei schweren Dingen versuche ich diese mit der anderen Seite zu heben und Kleidung kaufen ist manchmal etwas schwierig, weil der eine Arm eben etwas dicker ist wie der andere.

Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich selbst etwas tun kann um das Lymphödem eventuell kleiner werden zu lassen, bzw. um einfach die aktuelle Situation zu halten.
Neben der Lymphdrainage und dem täglichen Tragen des Kompressionsstrumpfes gehe ich beispielsweise gerne und relativ viel Schwimmen oder praktiziere Yoga. Es gibt viele Übungen und Möglichkeiten wie man auch zu Hause etwas für sich und sein Lymphödem tun kann.

In dem Video zeige ich Dir ein paar kleine Übungen, die ohne viel Aufwand ganz einfach täglich daheim gemacht werden können.

Im Grunde geht es immer darum die Muskulatur zu benutzen, also gezielte An- und Entspannung. Denn die Muskelkontraktion unterstützt das Lymphsystem und hilft beim Abtransport der Lymphflüssigkeit. Es bietet sich sehr an dies immer mit der Atmung zu unterstützen, insbesondere die tiefe Bauchatmung. Denn diese regt auch den Lymphfluss an.

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Mitmachen und alles Gute weiterhin!

Deine Christine