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Teil 2 - Es kommt der Tag, an dem Du wieder richtig Lachen kannst!

Eine Patientengeschichte von Claudia - primäres Lymphödem Stadium II 

Im Mai 2018 wurde alles anders...

Mein Bein wurde so dick wie noch nie. Ich verstand die Welt nicht mehr.  Selbst mein Fuß und meine Zehen wurden so dick, dass ich in keinen normalen Schuh mehr passte, keine normale Jeans-Hose mehr an bekam und selbst das Knien mir unmöglich wurde. Es war schon fast unmöglich noch einen Oberschenkelkompressionsstrumpf über das Bein zu tragen, weil alles eingeschnürt wurde. Mein Unterschenkel wurde von Tag zu Tag immer härter und schmerzhafter trotz jetzt täglicher Lymphdrainage. Wieder bekam ich Blutuntersuchungen gemacht. Alle Werte waren in Ordnung. Selbst die Entzündungswerte waren negativ. 

Der Arzt der mich operiert hatte mit der Lymphknotentransplantation schlug trotz der guten Blutwerte eine Antibiotika Therapie für mindestens drei Wochen hochdosiert vor. Er war sich sicher, dass trotz der guten Blutwerte irgendwo eine Entzündung vorliegen müsse.

Die Entstauungstherapie

Es wurde nicht besser, ganz im Gegenteil. Ich war nicht einmal mehr im Stande arbeiten zu können. Mir war es echt nur noch zum Weinen. Die Antibiotika-Therapie wurde dann noch einmal verlängert auf zwei Wochen. Bis ich selber gesagt habe, dass ich nicht mehr will. Der Arzt der mir die Transplantation gemacht hatte, hatte mich auch komplett im Stich gelassen.

Nie wieder würde ich jemandem die Lymphkontentransplantation empfehlen!

Dann schlug meine Hausärztin eine Entstauungstherapie in einer Klinik im Schwarzwald vor.

Seitdem ich in der Földi-Klinik im Juli 2018 war, hat sich mein Leben um 180 Grad gedreht. In dieser Klinik arbeiten so kompetente, nette Ärzte und Therapeuten.

Die Ärzte in der Klinik waren schockiert, als ich ihnen meinen Werdegang erzählt habe. Man hat mir gesagt, wenn ich direkt zu Beginn meiner Krankheit die richtige Therapie und Kompressionsbestrumpfung bekommen hätte, man eventuell die Krankheit wieder in Stadium 0 hätte zurückführen können. Vor allem wurde mir deutlich klar gemacht, dass bisher noch keine guten Ergebnisse von Lymphknotentransplantationen vorliegen und ich eher als Versuchsobjekt benutzt wurde. Auch die Liposuktion (Fettabsaugung) wurde mir klar abgeraten, da dadurch die Lymphe noch mehr beschädigt werden können und die Krankheit dadurch sich noch mehr verschlimmern kann.

-13 Kilo & 1,4 Liter Wasser

Ich bekam jeden Tag richtige Lymphdrainage, wie ich sie noch nie zuvor bekommen hatte und jeden Tag wurde mein Bein bandagiert, was ich auch selber erlernen musste und seitdem jeden Abend selber zu Hause mache. Ich begann mit Sport, wodurch ich seitdem schon 13 Kilos abgenommen habe. Mein Volumen im Bein hatte innerhalb der vier Wochen 1,4 Liter Wasser verloren. Ich habe gelernt mit meiner Krankheit umzugehen. Habe andere sehr nette Menschen kennen gelernt, mit denen man sich austauschen konnte und ich heute noch einen sehr guten Kontakt habe.

Das Allerwichtigste, ich habe zum ersten Mal eine richtige Bestrumpfung angepasst bekommen. Jetzt trage ich eine Einbeinhose und einen Zehenstrumpf von der Firma Jobst und versuche jeden Tag Sport in meiner Kompressionsversorgung zu machen. Seitdem muss ich nur noch 1 mal pro Woche zur Lymphdrainage. Meine ganze Familie unterstützt mich so sehr mit meiner Krankheit.

Ich möchte euch Mut machen. Seitdem ich in der Földi-Klinik war, kann ich wieder lachen und auch positiv über meine Krankheit und mein Leben denken, denn wenn man sieht, wie viele Menschen betroffen sind aus sämtlichen Ländern, vor allem wie viele Kinder und Kleinkinder, die nicht nur ein Bein, sondern sämtliche Extremitäten betroffen haben und wie viel Leidensweg andere bereits erlebt haben, dann denkt man doch, wie gut es einem wirklich geht und das man aus der Situation das Beste machen sollte.

Eure Claudia

Teil 1 - primäres Lymphödem

Ich bin Claudia, 39 Jahre alt und habe ein Lymphödem am linken Bein. Ich möchte euch gerne meine Geschichte erzählen, damit es
euch nicht so ergeht wie mir.

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