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Wer von Euch war denn schon mal zur Reha? Oder Rehabilitation - Man sollte sie nutzen!

Bald ist es wieder so weit und ich darf zur Reha nach Bad Berleburg.
Wer von Euch war denn auch schon mal zur Reha? Oder, wer von Euch würde gerne und hat sich aber noch nicht an einen Rehaantrag getraut?
Ich habe bereits mehrere Reha Anträge, nicht nur für mich, ausgefüllt und bin der Meinung, es lohnt sich immer und ist gar nicht so schwer!
Wir gehen mal ein paar Monate zurück, der Sommer war für uns Lip-Lymphpatienten nicht besonders angenehm, oder? Leider hatte ich auch keine Kompression die 100% saß, so dass das „voll“ laufen meiner Beine vorprogrammiert war. Auch wenn ich zweimal die Woche zur Lymphdrainage gehe und auch einen Lymphamat zu Hause nutze, konnte ich eine Verschlechterung der Beine und Arme nicht aufhalten. Für mich sind die Sommermonate immer der Horror und ich freu mich immer auf die kalte Jahreszeit, die leider in unserer Region mittlerweile sehr selten ist. 
Im Herbst war für mich klar, ich beantrage eine stationäre Rehabilitation.
 

Sandra

Wie und wo beantragt man eine stationäre Rehabilitation? 

Es besteht die Möglichkeit die Reha über seinen behandelnden Arzt zu beantragen, ich fülle den Antrag immer selber aus. Meine behandelnden Ärzte sind über meine Antragsstellung informiert.
Im Internet findet man z.B. auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung das Antragsformular zur Teilhabe an einer medizinischen (stationären) Rehabilitation. Diesen kann man aber auch bei seiner Krankenkasse erhalten.
Hier muss man Angaben zur eigenen Person, zum Familienstand, zum Beruf und zu den behandelnden Ärzten machen. Ich fülle auch immer direkt einen Selbsteinschätzungsbogen mit aus. Hier wird nach den Wünschen und Erwartungen an die Rehabilitation gefragt, bei was man Unterstützung wünscht. Nach weiteren gesundheitlichen Problemen wird auch gefragt. 
Ich gebe auch immer meine Wunschklinik mit an. Jeder hat die Möglichkeit sich im Vorfeld ein bisschen kundig zu machen und zu überlegen, was einem wichtig ist, wo man evtl. hin möchte. Auf der Seite der Rentenversicherung findet man Rehabilitationskliniken, so dass man die Möglichkeit hat, sich im Internet über die jeweiligen Häuser zu informieren.
So habe auch ich meine Wunschklinik gefunden und ich bin froh, dass ich die Bewilligung auch bisher immer für diese Klinik erhalten habe. 
Wenn man dann den Bewilligungsbescheid erhält und man nicht die Zusage für seine Wunschklinik bekommt hat man immer noch die Möglichkeit, einen Widerspruch einzulegen, denn jede/r Patient/in hat ein Mitspracherecht. 
Vielleicht für alle berufstätigen auch wichtig, beim Erhalt der Bewilligung ist eine Bescheinigung für den Arbeitgeber mit dabei. Dieser kann bei der Rentenversicherung den Antrag zur Befreiung von der Zuzahlung geltend machen. 
Alle weiteren wichtigen Informationen liegen dem Bewilligungsschreiben bei. Die Reha Einrichtung wird sich dann auch mit Euch in Verbindung setzen. 
Wer sich jetzt dazu durchgerungen hat, auch einmal einen Antrag zu stellen sollte bedenken, dass einige Häuser Wartezeiten haben. In meiner Klinik liegt die Wartezeit zwischen 6-7 Monaten. Es sei denn, man wäre ein Akutfall. 
Ich werde die Reha wieder intensiv nutzen, denn es ist Zeit für mich, die ich im Alltag so nicht habe. 

Hier findet ihr Informationen zur medizinischen stationären Rehabilitation: 
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_antraege/01_versicherte/03_reha/_DRVB_Paket_Rehabilitation_Med_Rehabilitation.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/rehabilitation.html

Eure Sandra
 

Teil 1 - primäres Lymphödem

Ich bin Claudia, 39 Jahre alt und habe ein Lymphödem am linken Bein. Ich möchte euch gerne meine Geschichte erzählen, damit es
euch nicht so ergeht wie mir.

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