Stadien eines Lymphödems

Das Lymphödem zeichnet sich durch vier Stadien aus, die sich alle unterschiedlich auf den Körper auswirken. Sie werden nach dem Schweregrad klassifiziert und reichen von subklinischen (klinisch nicht oder nur schwer erkennbar) bis hin zu schweren Symptomen. Das Stadium eines Lymphödems wird durch den Arzt bestimmt.

Stadium 0 - Latenzstadium

Stadium 0 ist ein subklinisches Stadium, in dem noch keine Schwellungen in Erscheinung treten oder messbar sind. Es sammeln sich Proteine an und verursachen nur geringfügige Veränderungen. Dieses Stadium kann über Monate oder Jahre andauern, bis das Ödem erkennbar wird. Häufig tritt ein Schweregefühl auf. Wichtig hierbei ist es, den betroffenen Bereich stetig zu kontrollieren. Je früher eine geeignete Behandlung begonnen wird, umso besser sind die Chancen, das Fortschreiten zu verhindern und sogar den Zustand zu verbessern, das heißt, zu einem geringeren Schweregrad zurückzukehren.

Stadium I - Reversibles Stadium

In Stadium 1 findet eine erste Ansammlung von proteinreicher Flüssigkeit statt. Dies führt zu einer Schwellung in Armen oder Beinen. Es treten nur wenige, kleine, lokal begrenzte Gewebsveränderungen auf. Durch Hochlagern der betroffenen Gliedmaße geht die Schwellung zurück.

Stadium II - Spontan irreversibles Stadium

In Stadium 2 führt das Hochlagern der betroffenen Extremität nicht mehr zu einer Abnahme der Schwellung. Diese ist bereits durch das Auftreten von überschüssigem Bindegewebe gekennzeichnet. Mit fortschreitender Gewebefibrose lassen sich möglicherweise auch keine Dellen mehr eindrücken.

Stadium III 

In Stadium 3 ist die Schwellung extrem. Das Gewebe ist hart (fibrotisch) und durch warzenförmige Wucherungen gekennzeichnet. Es lässt sich nicht mehr eindrücken. Die Haut wird anfällig für tiefe, schlecht heilende Wunden. Die Gefahr einer Wundrose ist sehr groß.

Stadien eines Lymphödems