Warum lymphologische Kompressionsbandagierung?

Der Kompressionsverband ist ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung von Lymphödemen und wird während der Entstauungs- (Phase I) und der Erhaltungsphase (Phase II) verwendet Kurzzugbinden dienen dazu, Schwellungen zu reduzieren und die Ansammlung von Flüssigkeit zu verhindern.

Mehrlagige lymphologische Bandagierung

Bei der Behandlung von Lymphödemen wird ein mehrlagiger Verband angelegt. Es gibt in der Regel 4 bis 5 verschiedene Bindentypen:

  • Finger/Zehen Mullbinden: Für Finger und Zehen werden oftmals elastische und nichtklebende Binden  verwendet. Diese Produkte sind in der Regel dehnbar, weich und sorgen für einen angenehmen Tragekomfort. Sie vermeiden Infektionen und absorbieren Feuchtigkeit. Da sich Finger und Zehen den ganzen Tag über oft bewegen, muss der Sitz dieser Verbände ohne zu rutschen gewährleistet sein.
  • Schlauchverbände: Dieser leichte Verband wird verwendet, um die Haut unter den anderen Schichten der Kompression zu schützen. Der Verband wird direkt auf die Haut angelegt. Er ist feuchtigkeitsabsorbierend und hilft somit das Entstehen von Infektionen zu verhindern. Schlauchverbände sind durch ihre Länge individuell zuschneidbar und können mehrfach gewaschen werden.
  • Polsterbinden: Direkt auf dem Schlauchverband wird  eine weiche und bequeme Binde gewickelt, die einen optimalen Hautschutz bietet. Dieses Produkt sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung der Kurzzugbandage. Auch knöcherne Bereiche werden durch diese Binde abgepolstert.
  • Schaumstoffpolster/-pads: Manche Lymphödeme haben Verhärtungen oder Fibrosen. In diesen Bereichen werden spezielle Schaumstoffstücke verwendet, um fibrotisches Gewebe weich zu formen. Schaumstoffpads dienen auch dem Hautschutz und können Lücken oder Vertiefungen ausfüllen. Somit bilden diese  dann eine perfekte Form für die nächste aufzulegende Verbandsschicht.
  • Kurzzugverband: Dies ist die letzte Lage der Bandage. Kurzzugverbände sind speziell für Lymphödeme verwendete Binden. Diese ermöglichen einen hohen Arbeitsdruck und einen niedrigen Ruhedruck. Kurzzugbinden bestehen aus wenig elastischem Material und weisen daher nur ein sehr geringes Dehnungsvermögen auf. Kurzzugbinden sind nach Bedarf in unterschiedlichen Breiten erhältlich.
Hand bandagieren

2-lagige Kompressionsbinden

Zweilagige Kompressionsbinden werden häufig bei der Wundbehandlung eingesetzt. Wie der Name bereits sagt, bestehen diese aus zwei Lagen:

  • Erste Lage: Ein Polsterverband, der einen leichten Druck ausübt und diesen gleichmäßig verteilt. Mit dieser Schicht werden auch knochige Bereiche geschützt. Sie verfügt über eine spezielle Beschichtung auf einer Seite, damit der Verband nicht verrutscht.
  • Zweite Lage: Ein kohäsiver (selbsthaftender) Kurzzugverband, der über den Polsterverband angelegt wird. Dieses Bindensystem kann ununterbrochen bis zu sieben Tage ohne Verbandswechsel getragen warden.

Hier findest Du die einzelnen Produkte zur Kompressionsbandagierung: