Woran erkennt man ein Lipödem?

Ein Lipödem entsteht nicht über Nacht. Es kommt zu Veränderungen der Körperform durch Vermehrung des Unterhautfettgewebes an den Beinen seltener auch an den Armen. Aufgrund dieser Verdickung entsteht bei schlanker oberer Körperhälfte eine deutliche Disproportion zwischen Ober- und Unterkörper. Oft haben die Betroffenen die Empfindung, als ob der untere Teil zu einer anderen Person gehört „Das da unten bin nicht ich“. Diese teilweise extrem auffällige Veränderung der Figur führt oft zu ausgeprägten Problemen mit dem Körperbild und dadurch zu einer großen psychischen Belastung bereits in frühem Alter.

In vielen Fällen ist die Umfangszunahme der Beine so stark, dass es beim Gehen zum „Wundscheuern“ an den Oberschenkelinnenseiten kommt. Bei sehr ausgepägten Lipödemen kann sogar eine Beeinträchtigung beim Gehen eintreten.

Ein weiteres Anzeichen des Lipödems sind  wiederholt auftretende Blutergüsse an den Beinen.

Art der Beschwerden:

  • Ödeme 
  • Schwere-und Spannungsgefühle
  • Berührungs und Druckschmerzen
  • psychische Belastung

Im Laufe des Tages treten Ödeme im Unterhautgewebe der Unterschenkel auf, nicht jedoch in den Füßen. 

Anzeichen und Symptome

Die Betroffenen können sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt fühlen. Dies ist einerseits eine Folge des Aussehens, d.h. der Volumenzunahme und der Disproportion zwischen Oberkörper und unterer Körperhälfte, andererseits leiden die Betroffenen - insbesondere bei warmem Wetter, nach längerem Stehen bzw. Sitzen sowie am Abend - aufgrund der Ödeme an einem Spannungsgefühl mit Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit. Die Schmerzen werden von Betroffenen überwiegend als dumpf, drückend und schwer beschrieben (Schmeller et al. 2008). Es kann sich sogar so stark auswirken, dass Betroffene nicht lange stehen können, weil der Druckschmerz zu stark ist. Dieses Problem kann bedeuten, dass Betroffene ihren Beruf (z.B. als Friseur/in oder Verkäufer/in) nicht mehr ausüben können.  Die Betroffenen neigen häufig zu Bildung von Blutergüssen (Hämatomen), da die Fettzellen Druck auf die Gefäße ausüben und die kleinen Äderchen nicht fest im Bindegewebe verankert sind. 

 

Bei einer vollen Ausprägung des Lipödems treten demnach folgende Symptome auf:

  • Fehlverteilung des Fettgewebes (Disproportion)
  • Druck- und Berührungsschmerz
  • Neigung zu Blutergüssen (Hämatomen)
  • Angeschwollene Beine