PHYSIO- UND BEWEGUNGSTHERAPIE SIND ESSENTIELL

Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung, die negativ beeinflusst wird, wenn das Körpergewicht steigt. Auch mangelnde körperliche Aktivität trägt hierzu bei. Im Gegensatz dazu hilft körperliche Bewegung dir dabei dein Gewicht stabil zu halten. Außeerdem ist gut belegt, dass regelmäsiges körperliches Training Entzündungsvorgänge im Körper reduziert und den Blutfluss erhöht. Beides hat einen positiven Effekt auf deine Schmerzen. Auch bei depressiven Verstimmungen, die häufig Begleitescheinungen eines Lipödems sind, hat sich Bewegung bestens bewährt.

Individuelle Zielsetzung

Zusammen mit Deinem Therapiebegleiter solltest Du individuell für Dich einen Therapieplan entwickeln. Sowohl ein Aufbau deiner Muskulatur als auch Training im areoben Bereich sind wichtig. Trage beim Sport, sofern möglich,flachgestrickte Kompressionstrümpfe, um deine Mobilität zu erhöhen. Bitte beachte, dass Schweiß Deine Kompressionsstrumpfversorgung angreifen kann. Damit die Garne nicht übermäßig strapaziert werden, empfehlen wir Dir eine ältere Versorgung für Deine sportliche Aktivitäten anzuziehen.

Welche Sportarten kann ich ausführen?

Es ist wichtig, dass du dir eine Sportart aussuchst, die dir Spaß macht! Gelenkschonende Sportarten wie z.B. auf Schwimmen, Yoga, Aquajogging, Aqua-Aerobic, Aquacycling, Radfahren, Faszientraining oder Walken sind zu empfehlen. Wassersportarten sind sehr gelenkschonend und bieten gleichzeitig eine Kompressionstherapie, da der Wasserdruck im tieferen Bereich höher ist als an der Wasseroberfläche. Gerade Sportarten in aufrechter Körperhaltung sorgen für einen optimalen Abfluss. Beim Nordic Walking wird durch die Pumpbewegung Deiner Hand und Deiner großen Laufschritte die Muskel-Venen-Pumpe effektiv trainiert. Abrupte Bewegungen wie z.B. beim Tennis können Deinem Körper eventuell nicht gut tun.

Grundsätzlich gilt immer: Jeder ist individuell und benötigt eine bestimmte Trainingsform. Bevor Du jedoch mit dem Sport beginnst, solltest Du mit Deinem Therapiebegleiter Rücksprache halten, denn nicht alle Sportarten sind für jeden geeignet. Höre auf Deinen Körper. Schaue, was dir Spaß bringt und was Deinem Körper gut tut. Halte Dich stets an das Motto: „Langsam anfangen, langsam steigern!“ Beobachte Deinen Körper gut, Du kennst ihn am besten und stellst negative Entwicklungen am ehesten fest.

Trainiere Dich glücklich!

Bei Kräftigungsübungen bietet es sich an, zunächst mit Deinem eigenen Köpergewicht zu arbeiten und langsam die Wiederholungszahl zu steigern. Erschwere das Gewicht nur in Absprache mit Deinem Therapiebegleiter. Die ausgewählte/n Sportart/en sollen dir Freude bereiten, um konstant beim Training zu bleiben. Durch sportliche Betätigung werden Glückshormone (Adrenalin) ausgeschüttet. Bei einem regelmäßigen Training wird das Selbstwertgefühl gesteigert, Gefühle wie Zufriedenheit und Ausgeglichenheit stellen sich ein.
Fordere Dich, Deine Krankheit und Deine Komfortzone heraus! In unseren Blogbeiträgen findest Du weitere Informationen zu einzelnen Sportarten. Viel Spaß bei der Bewegung!

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