Woran erkennt man ein Lipödem?

Ein Lipödem entsteht nicht über Nacht. Es kommt zu Veränderungen der Körperform durch Vermehrung des Unterhautfettgewebes an den Beinen seltener auch an den Armen.Typischerweise berichten Ärzte bei der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), dass zuvor eine deutliche Gewichtszunahme stattgefunden hat. Bei schlanker oberer Körperhälfte entsteht eine deutliche Disproportion zwischen Ober- und Unterkörper. Oft haben die Betroffenen die Empfindung, als ob der untere Teil zu einer anderen Person gehört „Das da unten bin nicht ich“. Diese teilweise extrem auffällige Veränderung der Figur führt oft zu ausgeprägten Problemen mit dem Körperbild und dadurch zu einer psychischen Belastung bereits in frühem Alter.

In manchen Fällen ist die Umfangszunahme der Beine so stark, dass es beim Gehen zum „Wundscheuern“ an den Oberschenkelinnenseiten kommt. Bei sehr ausgepägten Lipödemen kann sogar eine Beeinträchtigung beim Gehen eintreten mit Fehlstellungen der Beine und infolge dessen Gelenkverschleiß (Arthrose).

Neben der deutlichen Disproportion sind Schmerzen in den betroffenen Gebieten ein klares Kriterium für die Diagnose „Lipödem“.

Bei zunehmender Adipositas kann auch ein Lymphödem auftreten. Dieses ist die direkte Folge der Gewichtszunahme, nicht des Lipödems.

LEBENSQUALITÄT STARK BEEINRÄCHTIGT

Die Betroffenen können sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt fühlen. Dies ist einerseits eine Folge des Aussehens, d.h. der Volumenzunahme und der Disproportion zwischen Oberkörper und unterer Körperhälfte. Andererseits leiden die Betroffenen an Schmerzen mit Berührungs- und Druckempfindlichkeiten. Die Schmerzen wiederum lösen Stress, Angst und auch depressive Verstimmungen aus, die wiederum den Schmerz verstärken, so dass ein Teufelskreis entsteht.

Typen und Formen

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Diagnose

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